Dialog: Einstellungen → Mail: Server konfigurieren → POP3-Mailserver

Hier werden die POP3-Server eingetragen, von welchen der Hamster E-Mails abholen soll.

Neu

Zum Hinzufügen eines neuen POP3-Servers ist der Schalter „Neu“ zu betätigen. Geben Sie im folgenden Dialog den Servernamen und bei Bedarf, durch ein Komma getrennt, auch noch den Server-Port ein (Beispiel: „pop.example.com,110“ oder kurz „pop.example.com“). Für Standardports bekannter Dienste kann auch der übliche Name eingetragen werden, wie er in der Datei „services“ zu finden ist (im Beispiel: „pop.example.com,pop3“). Bei Windows 95 bis Windows ME liegt diese Datei im Windows-Verzeichnis, bei Windows NT und Nachfolgern im Verzeichnis „%SYSTEMDIR%\drivers\etc“ (normalerweise „c:\windows\system32\drivers\etc“).

Sollte der neue Server bereits existieren, wird nachgefragt, ob ein Alias angelegt werden soll. Dieses erlaubt z. B. die sinnvolle Nutzung mehrerer GMX-Accounts. Der Alias ist durch ein nachgestelltes "/XX" erkennbar, wobei XX für beliebigen Text (z. B. eine fortlaufende Numerierung) steht.

Einstellungen

Zum Ändern der Einstellungen eines POP3-Servers dient der Schalter „Einstellungen“. Hier können Sie im Feld „POP3-Server-Port“ einstellen, welchen TCP-Port der Hamster beim Provider benutzen soll (man kann in diesem Feld Eingaben machen; solange man im Dialogmenü bleibt, merkt sich der Hamster alle bisherige Eingaben, und diese sind dann über das Auswahlfeld anwählbar). Für die Portbezeichnung gilt dasselbe, was oben zur Neueinrichtung ausgeführt wurde. Sie können per Schalter die „Server.ini“ bearbeiten (sie wird in dem Editor geöffnet, der im Menü „Einstellungen“ → „Grundeinstellungen“ → „Verschiedenes“ eingestellt ist).

Soll ein Server erst einmal ungenutzt bleiben, muss man ihn nicht gleich löschen, sondern kann ankreuzen, dass dieser Server temporär deaktiviert sein soll.

Zudem legen Sie hier Anmeldenamen und Passwort für den Zugriff fest oder löschen die aktuellen Angaben wieder („Bearbeiten“ bzw. „Leeren“). Die Felder für Benutzer und Passwort können drei Zustände haben:

Weiterhin kann eingestellt werden, wie die E-Mails nach dem Laden vom Server zu behandeln sind. (Löschen/nicht Löschen/globale Vorgabe), Standardeinstellung ist hier die globale Vorgabe für alle Server aus dem Menü „Einstellungen“ → „Mail: Server konfigurieren“ → „POP3-Einstellungen“.

Ebenfalls kann hier das Timeout für die Verbindung zum Server und für die Serverkommandos eingestellt werden.

Standardbenutzer

Hier können Sie angeben, welchem lokalen Benutzer die E-Mails von diesem Server zugeordnet werden sollen. Hierbei werden alle lokalen Benutzer in der Form „<Benutzername> = <Beschreibung>“ zur Auswahl angeboten, z. B. „admin = Hamster-Administrator“.

Ebenso möglich ist hier die Angabe, welcher Abschnitt der Mailfilter-Datei „Mailfilt.hst“ für diesen Server verwendet werden soll. Dieser Abschnitt kann gegebenenfalls gleich mittels Schalter bearbeitet werden.

Authentifizierung

Ermöglicht es, einen bestimmten Authentifizierungsmechanismus zu erzwingen.

Verwendung des APOP-Verfahrens zur Authentifizierung:

Um das APOP-Verfahren zu nutzen (erlaubt die verschlüsselte Übermittlung von Name und Passwort, bei POP3 werden diese Daten normalerweise unverschlüsselt übertragen), ist dem Passwort das Präfix „APOP:“ voranzustellen. Für die zwangsweise Verwendung des herkömmlichen Authentifizierungsverfahrens kann das Präfix „PASS:“ verwendet werden. Dies ist jedoch nur erforderlich, falls „PASS:“ oder „APOP:“ Bestandteile des eigentlichen Passworts sind. Bei den Präfixen ist auf Großschreibung zu achten.

Beispiele für Eingaben im Passwort-Feld:

secret USER/PASS-Standardeinstellung
APOP:secret APOP
PASS:APOP:secret Benutzt USER/PASS mit Passwort „APOP:secret“
PASS:PASS:secret Benutzt USER/PASS mit Passwort „PASS:secret“

Verwendung des SASL-Verfahrens zur Authentifizierung:

Um das SASL-Verfahren zu nutzen (erlaubt die verschlüsselte Übermittlung von Name und Passwort, bei POP3 werden diese Daten normalerweise unverschlüsselt übertragen), ist dem Passwort das Präfix des jeweiligen SASL-Mechanismus oder das Präfix „SASL:“ für die automatische Auswahl des Mechanismus voranzustellen. Für die zwangsweise Verwendung des herkömmlichen Authentifizierungsverfahrens kann das Präfix „PASS:“ verwendet werden. Dies ist jedoch nur erforderlich, falls „PASS:“ Bestandteil des eigentlichen Passworts ist. Bei den Präfixen ist auf Großschreibung zu achten.

Unterstützt werden die SASL-Mechanismen LOGIN, PLAIN, DIGEST-MD5, CRAM-MD5, CRAM-SHA1,DIGEST-MD5 und EXTERNAL. Sie können die Auswahlmöglichkeit einschränken, indem Sie durch Mausklick auf „“ einen zusätzlichen Dialog aufrufen und unerwünschte oder dem Server unbekannte Mechanismen deaktivieren.

Beispiele für Eingaben im Passwort-Feld:

CRAM-MD5:secret Benutzt CRAM-MD5 zwangsweise als Authentifizierungs-Mechanismus
SASL:secret Benutzt SASL zur automatischen Auswahl des Authentifizierungs-Mechanismus

Verwendung des veralteten POP-AUTH-Verfahrens zur Authentifizierung:

Um das POP-AUTH-Verfahren für die Authentifizierung nutzen zu können, muss dem Passwort das Präfix "AUTH:“ vorangestellt werden. Dabei ist auf Großschreibung des Präfixes zu achten.

Achtung: Dieser Mechanismus sendet die Passwörter im Klartext, falls kein kryptografischer Mechanismus zwischen Server und Client vereinbart werden kann.

Beispiel für Eingaben im Passwort-Feld:

AUTH:secretBenutzt POP-AUTH zur automatischen Auswahl des Authentifizierungs-Mechanismus

SSL-Einstellungen

Hier können Sie einstellen, ob Sie die Verbindung zum Provider kryptographisch mit dem SSL-Verfahren sichern wollen.

Achtung! Um SSL in Verbindung mit dem Hamster nutzen zu können, werden zwei zusätzliche DLL-Dateien benötigt; mehr zum Thema siehe in der SSL-FAQ.

Nutzungsart

Es stehen hier 4 Nutzungsarten zur Verfügung:

SSL-Methode

Hier können die verschiedenen SSL-Methoden ausgewählt werden. Grundsätzlich sollte die neuste ausgewählt werden, die vom Server unterstützt wird. Bei der Auswahl von „automatisch“ handeln Client und Server die benutzte Methode bei Verbindungsaufbau aus.

Wähle Überprüfungsverfahren

Es stehen mehrere Verfahren zur Überprüfung der X.509-Server-Zertifikate zur Verfügung:

Für die lokale Prüfung des Server-Zertifikates können Sie im Feld „Überprüfung über Datei:“ eine Datei mit einem Zertifikat im PEM-Format angeben. Diese wird an Stelle der unter „Einstellung“ → „Grundeinstellungen“ → „SSL“ angegebenen Datei benutzt,

Löschen

Einen bestehenden POP3-Server können Sie über den Schalter „Löschen“ aus dem Hamster entfernen.